Das Räuchern - längst verloren geglaubtes Wissen

Geschichte & Wirkungsweise

Die Geschichte des Räucherns

Das Räuchern findet sich in nahezu allen alten Kulturen – sei es bei den Ägyptern, Chinesen, Japanern, Tibetern, über die indigenen Völker bis zu den Kelten, aber auch in den alten jüdischen Stämmen bis hin zum neuzeitlichen Christentum.

Dabei waren es meist Priester, Heiler oder Schamanen, die zu dem Verbrennen von Räucherwerk befugt waren, wenn es darum ging, Götter milde zu stimmen, Räume und Personen auf bestimmte Rituale einzustimmen, oder das Umfeld von kranken Personen zu reinigen. Oftmals war es auch im Zuge eines Totenrituals, dass (z.B. mit Weihrauch) die Umgebung desinfiziert und unter Beigabe von Gewürzen, Kräutern und Harzen der Weg zum Jenseits bereitet wurde.

Auch war es bereits an manchem Herrscherhaus dieser Kulturen üblich, Könige die vor einer schweren Entscheidung standen oder sich einsam fühlten (z.B. aufgrund von Intrigen), mit einem schützenden Mantel der Geborgenheit und des Wohlfühlens zu umräuchern.

Obwohl auch bei uns das Räuchern und das alte Wissen rund ums Räuchern, die Zutaten und Praktiken langsam wieder Einzug halten, so hegen landläufig die meisten lediglich nur noch die Erinnerung an den schweren, kalten Geruch des sakralen Weihrauchs in der Kirche.

Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, das alte Wissen wieder aufleben zu lassen, weiterzugeben und mit falschen Mythen aufzuräumen.

Wirkungsweise

Die zu erzielende Wirkung bestimmt die Art bzw. die Methode des Räucherns.

Generell bezeichnet man mit Räuchern, das Verglühen von Räucherwerk (im Normalfall rein natürliche Substanzen wie Harze, Hölzer, Kräuter, Blüten und Gewürze) auf einem Stück Kohle, in einem Gefäß (zb. Weihrauchbrenner) und in der Form als Räucherstäbchen oder Räucherkegel. Hierzu zählt aber auch das Erhitzen in einem Stövchen, wobei das Räucherwerk auf einem Sieb über einer Kerze erhitzt wird.

Durch das Verglühen werden Duft- und Wirkstoffe in Form ätherischer Öle freigesetzt, die in unterschiedlichen Zeiträumen (als „Geist der Pflanze“) ihre Wirkung entfalten.

Magisch gesehen erinnert das Verbrennen von Räucherwerk an die alten Räucherkulte und stimuliert, durch die neu geschaffene Atmosphäre und das verbleiben von Aromen, unsere Sinne, weckt so verloren geglaubtes Bewusstsein und schärft Sensibilität und Wahrnehmungsvermögen.

Der stoffliche Wandel beim Verbrennen offenbart das Unsichtbare, seine Kraft und die Weisheit, die dahinter steckt - es ist der Wechsel vom materiellen zum spirituellen (von lat. spiritus „Geist, Hauch“ bzw. spiro „ich atme“) Zustand.

 

Mehr über die Wirkungsweise einer gut durchgeführten Räucherung erfährst Du in unserem Beitrag:
Unsere Räucherungen


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Anwendungsgebiete heute

Das Spektrum des Räucherns ist wahrlich groß und umfassend. Wir haben hier einmal versucht, einige Gründe für eine Räucherung zusammenzufassen, die als Beispiele oder Ansatz dienen sollten:

  • A B S C H L U S S / N E U B E G I N N
  • z.B. Übersiedlung (Umzug), Partnerschaft, Trauerbewältigung, Jahreswechsel, Jahreszeitenwechsel
  • K R A N K H E I T
  • z.B. Desinfektion, Therapieunterstützung
  • E N T S C H E I D U N G S F I N D U N G
  • Konzentration, Fokussierung
  • W E L L N E S S
  • Entspannung, Raumklima
Wir möchten darauf hinweisen, dass beim Räuchern sehr hohe Temperaturen entstehen. Daher können auch die Räuchergefäße sehr heiss werden - es besteht Brandgefahr! Wir empfehlen, eine feuerfeste Unterlage zu verwenden, sowie Kinder und Tiere fernzuhalten. Beim Räuchern von Räucherkohle ist zu beachten, dass diese bis zu 1 Std. nachglühen kann.